Sedrun
An den Quellen des Rheins
Sedrun freut sich über jeden Besuch! Die Einheimischen begrüssen einander mit einem herzlichen „bien di, buna sera“ oder „bien onn“. Dieser Gruss entspricht unserer romanischen Tradition.
Trotz der bedeutenden Veränderungen in den letzten Jahren ist Rätoromanisch nach wie vor Amtssprache. Glücklicherweise ist es dem Dorf weitgehend gelungen, seine Identität und seine besondere Sprache zu bewahren. Zahlreiche Menschen und Organisationen pflegen diese kulturellen Werte mit grosser Liebe und Engagement. Sedrun liegt im obersten Teil der Surselva. Der Oberalppass verbindet das Tujetstal mit dem Urner Tal. Auf seinem Gebiet befindet sich die Quelle des Rheins: der Toma-See. Die Bergbevölkerung lebte jahrelang von der Landwirtschaft. Der Bau der Stauseen und die Nutzung der Wasserkraft in den 1960er Jahren brachten grosse Veränderungen mit sich. Die reichhaltigen Wasserressourcen ermöglichten eine Verbesserung der Infrastruktur und die Einführung des Wintertourismus. Im Winter lockt ein weitläufiges Skigebiet Gäste aus nah und fern an. Im Sommer gibt es zahlreiche Möglichkeiten für leichte bis anspruchsvolle Wanderungen und Radtouren. Auch der 2012 eröffnete Badesee Lag Claus in Surrein lädt zum Erfrischen und Entspannen ein. Die wunderschöne Landschaft ist sein Reichtum. Der Ort war schon immer von Erdrutschen des Drun bedroht. Daher stammt auch der Name Sedrun, früher Surdargun (1483), was «sin il dargun» (am Bach) bedeutet. Sedrun ist heute Hauptort der Gemeinde Tujetsch. Der Ort ist durch den Bach Drun in zwei Teile geteilt, Sedrun und Gionda. In Gionda befinden sich heute das Gemeindehaus, die Schule und der Sportplatz Dulezi, in Sedrun die Pfarrkirche, das Museum La Truaisch und die Wellness-Oase.