Muggio
Das grüne Juwel des Mendrisiotto
Dieses Dorf gibt dem gleichnamigen Tal, dem südlichsten Tal der Schweiz, seinen Namen. Die Natur hier ist sehr üppig und das Grün sehr intensiv. Die gepflasterten Gassen von Muggio sind sehr angenehm zu begehen und die spätbarocke Kirche San Lorenzo ist ein kleines Juwel.
Das Dorf Muggio liegt in einem Endbecken des gleichnamigen Tals und umfasst die Weiler Scudellate, Roncapiano und Muggiasca. Der Volksüberlieferung zufolge leitet sich der Name des Dorfes von dem Dialektwort „mücc“ („Haufen“) ab, das sich auf das Aussehen der Ansammlung von Häusern bezieht, die den Dorfkern bilden. In religiöser Hinsicht war die Gemeinde Muggio lange Zeit spirituell mit Cabbio verbunden und bildete dann eine Vizepfarrei (ab 1673), die von der Matrix von Balerna abhängig war. Erst im 19. Jahrhundert emanzipierte sich Muggio von der Pfarrkirche von Balerna mit der Erhebung der Kirche San Lorenzo, die seit 1578 dokumentiert ist, aber mehrmals umgebaut und restauriert wurde, zur Pfarrkirche. Die Wirtschaft des Dorfes basierte auf der Landwirtschaft (ein Maiskolben und eine Weintraube sind auch im Gemeindewappen zu sehen) und der Schafzucht, die mit der ‚rudada‘, d.h. einem gemeinschaftlichen Hütesystem, und der ‚trasa‘, d.h. der Weidehaltung, verbunden war. m Ortsteil Cabbio wurde 1980 das Ethnographische Museum des Muggiotals gegründet. 2003 wurde es in den Räumlichkeiten der Casa Cantoni, einem imposanten Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und ehemaligen Wohnsitz der Familie Cantoni, eröffnet.