Luthern
Das Grüne Tal
Das Dorf befindet sich in sonniger Lage in einem schönen Tal an der Grenze zwischen dem Kanton Luzern und dem Kanton Bern. Die vorherrschende Farbe ist sicherlich grün.
Die erste schriftliche Erwähnung von Luthern, damals Lutrun genannt, stammt aus dem päpstlichen Register von 1275. Im Jahr 1278 waren die Emmentaler Freiherren von Affoltern die Besitzer. Davon zeugt noch heute das Wappen von Luthern: Der Lutheraner ist symbolisch als weisses Wellenbündel dargestellt, der Apfelbaum mit Äpfeln erinnert an die Gründer, die Freiherren von Affoltern. Affoltern bedeutete „von den Apfelbäumen“. Im Mittelalter bildeten das Lutherntal und die Burg Waldsberg eine Domäne. Im Jahr 1283 ging Luthern von den Freiherren von Affoltern an die Ritter von Hünenberg über. 1414 verkauft Götz von Hünenberg die Twingrechte von Luthern an Ueli Hugi und Hensli Bircher. Letzterer verkauft sie an Luzern und das Tal wird Teil des Bezirks Willisau. Hünenberg schenkt der Abtei Trub auch den Hof Schwarzenbach und die Kirche. In Luthern reihen sich die Villen um die Linde auf dem Dorfplatz auf. Der Dorfkern mit der Rokoko-Pfarrkirche St. Ulrich und den umliegenden Häusern – Pfarrhaus, Gemeindehaus und Zehntspeicher – bildet eine schöne Dorfkulisse. Der Gasthof Sonne vervollständigt die Idylle. Die Gebäude stehen alle unter Denkmalschutz. So auch der Gasthof Krone unterhalb der Kirche. Idyllisch am Fusse des Napf gelegen, mit einem der schönsten alten Ortskerne der Schweiz, hat Luthern als einen seiner Höhepunkte das Luthern Bad, einen Wallfahrtsort mit einem mystischen unterirdischen Bad.