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Breil/Brigels (GR)

Breil/Brigels

Die Terrasse der Surselva

Breil/Brigels

Die Terrasse der Surselva

Das Dorf liegt auf einer Terrasse mit Blick auf die Surselva. Dank des Kistenpasses hatte es einst wichtige Handelsverbindungen mit dem Kanton Glarus.

Der Name Brigels ist keltischen Ursprungs und bedeutet ‚kleiner Turm‘. Der Name bezieht sich auf den Hügel von Crest s. Sievi oberhalb des Dorfes, auf dem sich die Überreste einer kleinen Festung und die Kapelle des Heiligen Eusebius (s. Sievi) aus dem frühen Mittelalter befinden. Der Name Bregl oder Breil könnte von ‚brogilos‘ (Gebüsch, Gestrüpp) abgeleitet sein.

Breil/Brigels gehörte zusammen mit den Fraktionen Dardin und Danis-Tavanasa seit jeher zum Kloster Disentis und dem Cadi (Disentis)-Kreis. Östlich des Dorfes, auf dem Bergrücken von Marmarola, befindet sich eine Ruine, wahrscheinlich die Klostermolkerei, die 1496 niederbrannte. Die Pfarrkirche, die der Himmelfahrt der Jungfrau Maria geweiht ist, stammt aus dem frühen Mittelalter und wird in einer Urkunde aus dem Jahr 1185 als zum Kloster Disentis gehörig erwähnt.

Im Jahr 1536 wurden neue Siedler, die so genannten ‚Libers da Laax‘ (die Freien von Laax), in das Hochgericht des Cadi integriert. Die Eröffnung der Strasse von Waltensburg/Vuorz nach Breil/Brigels im Jahr 1870 gab dem Sommertourismus, der in den 1850er Jahren begonnen hatte, einen Schub.

Obwohl die Weiler Breil/Brigels, Dardin und Danis-Tavanasa seit jeher eine enge Zusammenarbeit und gute Beziehungen pflegten, dauerte es viele Jahre, bis man sich auf eine gemeinsame Gemeindeverfassung einigte. 1911 wurde das Waldgebiet von Uaul dil Scatlè und 1999 das Val Frisal unter Schutz gestellt. Dank der Entwicklung des Skigebiets und des aufkommenden Wintertourismus hat Breil/Brigels nie unter einem Bevölkerungsrückgang gelitten.

Breil/Brigels (GR)

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